So, ich nehme mal die Fanmobbing-Berichte aus dem alten Forum mit rüber:
"Es ist kein Geheimnis, dass ich MJ-fan bin aber ich binde es auch nicht jedem unter die Nase !!!
Seit Anfang an (ca. 16 Jahre), musste ich mich erst meinen Eltern und meinem Bruder gegenüber und später Klassenkameraden/Lehrern/Mit-Azubis und Kollegen stellen.
Sie haben ständig nur wiederholt, was in der Zeitung steht oder im Fernsehen gesagt wurde.
Meine Eltern haben es akzeptiert, als ich 1997 von zu Hause ausgerissen bin, um zu Michaels Konzert zu gehen (sie haben mich vorher leider gefunden).
Aber alle anderen haben weiter gemacht.
Wie soll ich mit jemandem vernünftig diskutieren, wenn er nicht bereit ist mal über den Tellerrand zu schauen oder seine Scheuklappen abzunehmen um mal nach links und rechts zu schauen

Es macht mich traurig, wenn ich von anderen MJ-fans höre, wie sie verspottet werden, weil sie für ihn einstehen.
Trotzdem will ich mich Diskussionen nicht entziehen. Es ist eine Möglichkeit (mit vernünftigen Menschen) darüber zu reden und die Dinge von allen Seiten zu betrachten.
Die meisten meiner Freunde, die Nicht-MJ-fans sind, sagen zwar, dass sie Michael als Person eher uninteressant finden, aber die Songs gerne hören.
DAS ist Akzeptanz, die so vielen fehlt !!!
Ich will doch überhaupt nicht, dass jeder Michael liebt !!! Ich mag ja auch nicht jeden. Aber so bösartig über ihn herzuziehen ist einfach nur daneben !!!
Okay !!! Das hat lange in mir gebrodelt und ich bin froh, es endlich los zu sein !!!" (Luna)
"Alles begann im Kindergarten, da wollte keiner mit mir spielen weil ich Fan war!! Ich hab ihn immer verteidigt aber jeder hat nur die Eltern nachgeplappert, er sei ein Bastard und Kinderfi*er (damals hab ich nicht gewusst, was das ist, aber es war immer schlimm für MJi) !In der bulgarischen Grundschule gings dann auch besser doch als ich nach Innsbruck gezogen bin, nicht nur das ich als dumme Ausländerin galt, ich wurde auch wegen Mike schikaniert, da hatte ich also auch niemanden, da hab ich immer nur gehört :"Du siehst aus wie er (schlimm, nicht? *sarkastisch bin*) aber dann kamen die bösen Kommentare während des Prozesses a la "Bring mich doch um dann musst in den Knast und kannst zu deinem Geliebten!" In der Zeit hab ich angefangen mich zu ritzen und nix zu essen......in der 3ten HS war es dann am schlimmsten da war ich wirklich jeden Tag total einsam und wurde nur noch gemobbt, da hatte ich auch Selbstmordgedanken aber ich hab mich nie wirklich getraut! Aber es war fast unerträglich jeden Tag verarscht zu werden und auch noch die Angst um Michael wegen dem Prozess..... Zur Zeit ist es nicht wirklich besser geworden also die verarschen MJ noch immer, ich wurde sogar schon ein paar mal geschlagen! Aber ich hab keine Selbstmordgedanken mehr...! Vor einiger Zeit hab ich das alles meiner Lehrerin erzählt Ich hab mit der Lehrerin geredet und plötzlich kam die Sprache auf "Psycho Andi" (ein Junge der mich bedroht, schlägt und mich immer als Kinderf**er H*re bezeichnet ) und dann ist mir alles rausgerutscht und ich musste total weinen und hab ihr alles erzählt auch das sie mich deswegen ausgrenzen und so ;( und einfach all meinen Psychomüll^^ und dann war sie erstmal sprachlos und das nächste was sie gesagt hat war :"Aber du bist ja NUR Fan von seiner Musik und nicht von ihm als Person !"Und ich dann: "Ähhh ich liebe ihn auch als Person!" Und sie:" Aha, ach so tut mir leid !"Und dann kam das übliche blabla! Und jetzt wird sie einen extra auf Mobbing spezialisierten Therapeuten für Mobbing mit in unsere Klasse nehmen! Was das wohl wird! Aber ich hasse es mich rechtfertigen zu müssen. Musst ich bei ihr auch wegen Mike. Gott das hängt mir so zum Hals raus... " (anonym, 14 Jahre)
"Oh weh, wenn ich da an meine Kindheit denke...
Es ist echt nicht einfach. Das schlimmste ist finde ich, wenn andere Kinder einen hänseln. Warum sie nie das in Michael sehen konnten, was wir in ihn sehen, versteh ich bis heute nicht. Bestimmt hat das viel mit der Meinung der Eltern zu tun, was mich aber auch aufregt ist, dass die Kinder diese übernehmen und sich so sehr hineinsteigern.
Die Presse ändert die Meinung der Eltern, die Eltern ändern die Meinung der Kinder. Und das die Presse somit auch Kinder gegen Michael Jackson hetzt, find ich sowieso am schlimmsten. Kinder beudeuten wie wir wissen Michael alles, und sie werden schon so früh von der Presse, ich sag mal, vergiftet. "(BJ)
"Ich werde sowieso schon verspottet. Nicht nur von meiner Klasse, sondern von Leuten aus der ganzen Schule. Da ist es schon ziemlich egal, ob ich denen sage, dass ich MJ-Fan bin oder nicht. ich hab nur angst, dass sie dan über Michael herziehen, denn dass tut mir dann auch weh." (Stranger)
"Ich wurde vor kurzem vor dem Supermarkt von einer Gruppe Jugendlicher ausgebuht - ich hatte einen Michael-Button an der Jacke.
Freunde und Familie halten mich für verhaltensgestört, weil ich hinter Mike stehe. Dementsprechend werde ich auch behandelt.
Den Vogel schoß aber meine Nachbarin ab: Ich hörte von einer Weile in Zimmerlautstärke Billie Jean. Die Wände im Haus sind sehr dünn, meine Nachbarin klingelte und befahl mir geradezu, die Musik von diesem Schwerverbrecher (ihre Wortwahl!) nur noch über Kopfhörer zu hören, sie hätte schließlich 2 Söhne in dem "entsprechenden Alter" , die hätten ein gaaanz schlechtes Gefühl, wenn sie das hören müssen!
Jetzt ist es also schon so weit, dass ich in meiner eigenen Wohnung nicht mehr seine Musik hören darf, da die Kinder nebenan Angst vor dem Monster haben?! Danke, tabloids!
Und während der Prozeßzeit haben wir eine Demo gemacht und sind später mit MJ-T-shirts in den Kölner Dom gegangen, damit jeder noch eine Kerze anzünden kann. Da haben uns Leute dumm angequatscht, was wir denn bitte mit t-shirts von dem Kriminellen in einer Kirche wollen, und wir hätten das Gotteshaus unverzüglich zu verlassen!" (Jennifer)